Unser Damhirsch
Unser Stolz - der Damhirsch
Leidenschaft seit 1990: Im Rhythmus der Natur
Unsere Verbundenheit zu den Damhirschen begleitet uns schon seit vielen Jahren. Bereits 1990 begannen wir in Ruswil mit der Haltung dieser majestätischen Tiere. Wir haben die Zucht mit 12 Kühen und einem Stier gezielt aufgebaut. Als wir 2009 auf den Chrummbaum zogen, zogen die Hirsche selbstverständlich mit uns – und im selben Jahr errichteten wir den neuen Hirschstall.
Heute umfasst unsere Herde 40 bis 60 Tiere auf gut zwei Hektaren Land, aufgeteilt in zwei weitläufige Gehege mit altem Baumbestand und Unterständen. Der Bestand schwankt im Jahresverlauf um etwa 25 Stücke, da in den Sommermonaten die Neugeborenen gemeinsam mit den Jungtieren des Vorjahres die Weiden beleben. Eines der berührendsten Ereignisse auf dem Hof ist die jährliche Setzzeit von Mitte Juni bis anfangs Juli: Zu beobachten, wie die kleinen Kälber die Welt entdecken und geschützt von ihren Mutterkühen aufwachsen, zeigt uns jeden Sommer aufs Neue die Schönheit der Natur.
Gesetzliche Auflagen & Amtstierärztliche Kontrolle
Da Damhirsche rechtlich als Wildtiere gelten, untersteht unsere Zucht dem Jagdgesetz sowie den strengen Bestimmungen unserer Wildtierhalterbewilligung. Ein Verladen oder der Transport der Tiere zum Schlachthaus ist vom Gesetzgeber strikt verboten. Für den Betrieb gilt eine lückenlose Aufzeichnungspflicht über Herdenbestand, Tiergesundheit und Behandlungen.
Jedes Jahr anfangs August führt das Veterinäramt des Kantons Luzern eine Kontrolle direkt auf dem Hof durch. Wenn die Amtstierärztin oder der Amtstierarzt die Herde für gesund befindet, wird die offizielle «Gesundheitsbescheinigung für Gehegewild» (Schlachttieruntersuchung im Herkunftsbetrieb) ausgestellt. Erst auf dieser Grundlage erhalten wir die jeweils auf 60 Tage befristete Abschussbewilligung.
Nach der Schlachtung folgt zudem eine strikte Fleischkontrolle durch das Veterinäramt des Kantons Luzern – ein essenzieller Kontrollschritt, der bei Tieren aus der freien Wildbahn gar nicht stattfindet. Diese doppelte amtliche Prüfung garantiert unseren Kundinnen und Kunden höchste Qualität und lückenlose Lebensmittelsicherheit.
Der Abschuss im Gehege: Respekt vor dem Tier
Ab August oder Anfang September beginnen wir mit dem Abschuss der rund 14 Monate alten Jungtiere. Die Erlegung erfolgt genau dort, wo die Hirsche ihr ganzes Leben verbracht haben: direkt im Gehege. Wir schiessen mit einem Präzisionsgewehr und Schalldämpfer, mit einer Kugel, um Unruhe in der Herde zu vermeiden.
Dennoch machen wir uns nichts vor: Wildtiere besitzen feine Sinne und merken trotz aller Sorgfalt, was um sie herum vorgeht. Dieser tiefen Intuition der Tiere begegnen wir mit höchster Ehrfurcht, absoluter Ruhe und der jagdlichen Verantwortung, jeden Handgriff mit meisterhafter Präzision auszuführen.
Veredelung, Direktverkauf & Globus Delicatessa
Nach dem Schuss wird das Tier von uns selbst aufgebrochen und mit handwerklicher Sorgfalt verarbeitet. Wahrer Respekt bedeutet für uns, die Kreatur als Ganzes zu ehren. Es ist uns wichtig das gesamte Tier zu verarbeiten. Deshalb geben wir die Felle in eine Gerberei, wo daraus Pergamente für traditionelle Trommeln oder normale Felle entstehen.
Unser feines, exklusives Damhirschfleisch verkaufen wir jeweils im Herbst pünktlich zur Wildsaison direkt ab Hof an unsere langjährigen Stammkunden, über unseren Hofladen sowie an ausgewählte Gastronomiebetriebe.
Dass unsere kompromisslose Qualität auch in der Globus Delicatessa erhältlich ist, zeigt den hohen Anspruch, den wir an jedes einzelne Stück Fleisch stellen. Da wir absolut handwerklich und in Kleinserien arbeiten, ist die Verfügbarkeit stets limitiert.
